[TTT] [Kampagne] Eastgate- Hintergrundgeschichte

  

Über 30 Jahre sind bereits seit dem Zerfall des Ostblocks vergangen. Über viele Jahre hinweg, war die NATO auf der globalen Weltkarte von keinem anderen militärischen Bündnis ernsthaft in die Enge getrieben worden. Deren Funktion beschränkte sich im wesentlich darauf, potenzielle Aggressoren abzuschrecken, sowie in etlichen regionalen Konflikten als Vermittler und falls nötig auch als Schutzarmee zu dienen. Seit den 2000er Jahren kam mit der globalen Bekämpfung von Terrorzellen jeglicher Art als zusätzliche Aufgabe hinzu. Weltpolitisch war die NATO jedoch der einzige sog. "Big Player" auf der Weltkarte.

Im Jahr 2020 änderte sich dies jedoch. Das über Jahrzehnte im Winterschlaf verharrende Russland schloss sich mit dem derzeitigen Weltwirtschaftsführer China sowie den aufstrebenden Kasachstan zu einem Bündnis zusammen. Der 29.11.2020 ging ein als die Geburtsstunde des Asiatischen Landemasse Pakts (ALP). Unter dem Mantel eines Wirtschaftsbündnisses, beobachtete die NATO die Geschehnisse zwar, aber zeigte keine Notwendigkeit politisch dagegen vorzugehen.

Abseits dessen bildete sich am 17.02.2021 ein neues Großreich auf dem asiatischen Subkontinent. Immer mehr in den Hintergrund geraten, entschieden sich die 5 Staaten Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Tadschikistan und Afghanistan dazu Ihre Länder zu vereinen und als dadurch wiedererstarkt einen Platz auf der politischen Weltbühne einzunehmen. Das Großreich Ardastan war geboren. Eigens jedoch nicht in der Lage, sich an den Tisch der großen Mächte zu begeben, ging der neue Staatenbund auf die Suche nach einem mächtigen Verbündeten. In der noch jungen und aufstrebenden ALP fanden sie alsbald einen Partner und so beschloss mal recht schnell am 12.07 desselben Jahres Mitglied dieses Paktes zu werden.

Voller Motivation und Tatendrang die neu gewonnene Machtposition noch mehr zu festigen und weiter am Thron der NATO zu nagen, verlaibte sich die ALP am 20.11.2021 die Mongolei mehr feindlich als freundlich ein. Von der Außenwelt abgeschnitten, brach die Wirtschaft in dem schwachen Land gänzlich ein und eine große humanitäre Not brach aus. So sah sich die Führungsriege dazu gezwungen der ALP beizutreten um das eigene Volk zu retten.

Zusätzlich arbeitete das neue Großbündnis daran noch mehr Einfluss in bisher nicht erschlossenen Regionen zu gewinnen. Mit dem politisch unstabilen Myanmar war schnell ein geeigneter Partner gefunden. Das Versprechen das unstabile Land wieder zu ordnen sowie ein lukrativer Handelsvertrag besiegelte am 01.12.2021 den Beitritt. Somit gewann die ALP erstmalig einen Zugriff auf den indischen Ozean und damit verbunden ein enormen wirtschaftlichen Zugewinn auf dem Handelssektor.

Aufgrund des schnellen Wachstums der ALP wurde letztendlich die NATO aktiv. Die bereits seit Jahren zähen Verhandlungen mit Finnland fanden aufgrund der neuen weltpolitischen Machtverschiebung ein schnelles uns erfolgreiches Ende. Bereits am 06.01.2022 einigten sich die beiden Parteien zu einem vollwertigen Beitritt des Grenzstaates zu Russland in die NATO. Unbeeindruckt dieser "Osterweiterung" war es nur eine Frage der Zeit bis der kleine Schwesternstaat Russlands ebenfalls den Weg in die ALP fand. Am 14.02.2022 schloss sich mit Weißrussland erstmals ein europäischer Staat dem neuen Großbündnis an.

Auch wenn sich auf der Weltkarte bis in den Dezember hinein keine Neuerungen ergaben, änderte sich das politische Klima im Laufe des Jahres drastisch. Wirtschaftlich mussten die NATO-Staaten Ihren Rang an die ALP abgeben. Auch in der Rüstungsindustrie entwickelte sich immer mehr eine Pat Situation dank der enormen militärischen Macht der Chinesen sowie Russlands die seit der Gründung auch hier wieder enormes Budget investiert haben. So ereignete sich am 17.12.2022 ein Novum in der Geschichte der NATO. Erstmalig wurde mit einem Eilverfahren mit größeren Zugeständnissen ein neues Mitglied im Staatenbund begrüßt. Die Ukraine sollte hier die Rolle als Puffer zwischen den zentraleuropäischen Mitgliedsstaaten und der neuen Macht im Osten fungieren.

Während im Westen der Welt dieses Vorgehen Großteils begrüßt wurde, wuchs Unruhe in dem neuen "Pufferstaat". Diese Unruhen entluden sich am 01.01.2023 bei größeren Ausschreitungen sowie randalierende Mobs auf einer ukrainischen Halbinsel. Im Nachgang ging dieses Ereignis als "Neujahreskrawalle von Podagorsk" in die Geschichtsbücher ein. Weder die ukrainische Militsiya noch die Armee selbst schaffte es die Unruhen unter Kontrolle zu bringen. So entschied man sich recht bald, NATO Truppen in Podagorsk zu stationieren um wieder Herr der Lage zu werden. Federführend dabei wurden mehrere Jägergruppen des 3. Jägerbataillons der deutschen Bundeswehr in der Feldkaserne von Kronotsky stationiert. Vorwiegend beschränkte sich die Absicht der NATO darin, eine gute Beziehung zur Bevölkerung zu etablieren sowie deeskalierend aufzutreten. So gelang es im Jahresverlauf die Unruhen auf ein Minimum zu reduzieren und die sympathisierenden russischen Anhänger bis auf weiteres zu befrieden.

Während die Bemühungen der NATO für ein friedliches Zusammenleben in der Ukraine Früchte trugen, entwickelte sich die Weltpolitik eher in eine negative Richtung. Immer wieder im Laufe des Jahres 2023 wurden diplomatische Sitzungen der beiden Großbündnisse abgebrochen, da man sich nie auf einen gemeinsame Koexistenz einigen konnte. Vorgaben zur Begrenzung der Rüstungsindustrie oder gar Abrüstungsabkommen kamen nicht zu Stande. An mehreren Grenzverläufen wurden Ansprüche geltend gemacht ohne Zugeständnisse der Gegenseite. Die Uneinigkeiten gipfelten letztendlich am 12.09.2023 mit der Schließung der europäischen Binnenlandgrenze zwischen den NATO und ALP Staaten. Für die ALP durchaus ein schwerwiegende Entscheidung, da die russische Enklave um Kaliningrad nun gänzlich von den befreundeten Staaten abgeschnitten war. Seither fanden keine Gespräche mehr zwischen den Großbündnissen statt und die internationale Presse propagiert bereits einen erneuten "Eisernen Vorhang" oder gar den "Zweiten kalten Krieg".

Daraufhin folgte großes Schweigen auf der politischen Weltbühne. In der Ukraine jedoch, begann das Pulverfass erneut zu brodeln. Die NATO wiegte sich anfangs in Sicherheit aufgrund der wieder friedlichen Atmosphäre auf Podagorsk. Doch im Verlauf des Jahres bildete sich eine Untergrundorganisation der sympathisierenden Russen auf der Halbinsel. Durch den sog. "Black Money" Zwischenfall am 12.10.2023 traten das erste Mal Informationen von der "Gruppa Podpol`ya" an die Öffentlichkeit. Dabei handelt es sich augenscheinlich um eine militante Bewegung die eine Abspaltung von Podagorsk aus der Ukraine und folglich der NATO zur ALP verfolgt. Während einer Schießerei mit mehreren Toten, forderte die örtliche Militsiya die stationierten NATO-Truppen an. Im Anschluss wurden diese ebenfalls in mehrere Feuergefechte mit der Untergrundorganisation verwickelt. Die vor Ort befindlichen Bundeswehrsoldaten gewannen jedoch die Oberhand und konnten sowohl ein Fabrikgelände sowie einen Hafen unter der Kontrolle der "Gruppa Podpol`ya" zurückerobern. Vermutlich wurden diese als Umschlagplatz von Schmuggelwaren genutzt. Worum es sich dabei handelte wurde nie gänzlich öffentlich gemacht.

Im Anschluss entspannte sich die Lage nicht wirklich. Ganz im Gegenteil. In der Nacht des 16.10.2023 erfolgte ein erneuter Zugriff der NATO um dem Untergrund einen weiteren Schlag zu versetzen. Während die stationierten Jäger der Bundeswehr ein Kraftwerk von den russischen Sympathisanten zurück eroberten, wurde ein verdeckter Zugriff in Zirnitra durchgeführt. Über Details zu dem von der Presse titulierten Ereignis "Snake Bite" ist nichts bekannt. Die Gerüchte um einen Einsatz der KSK halten sich wacker. Dies wird von Seiten Deutschlands oder gar der NATO jedoch weder bestätigt noch dementiert. Es ist lediglich bekannt, dass seit dem Vorfall der örtliche Geschäftsmann Michail Vlad spurlos verschwunden ist. Welche Rolle dieser jedoch spielt, welche Verbindung dieser zur "Gruppa Podpol`ya" hat und in wie weit die Russen bzw. die ALP Ihre Finger mit im Spiel haben, ist derzeit nicht bekannt.

 

 

Quellenangaben:

NATO-Fahne: https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_NATO